Vom Datenchaos zur Klarheit: Die digitale Transformation in der Gewerbeimmobilienwirtschaft
In einer Zeit, die von Schnelllebigkeit, Komplexität und digitalem Wandel geprägt ist, steht die gewerbliche Immobilienbranche an einem Wendepunkt. Sie entwickelt sich rasant weiter – angetrieben durch veränderte Mietererwartungen, die kritische Prüfung durch Investoren und regulatorischen Druck.
Diese Veränderung spiegelt sich im „EPRA Proptech 2024“-Bericht wider, der eine zunehmende Digitalisierung hervorhebt: 71,6 Prozent der Unternehmen nutzen cloudbasiertes Customer Relationship Management (CRM) und 58,2 Prozent haben auf Cloud-Accounting umgestellt. Allerdings verlassen sich weiterhin 37,3 Prozent auf eine eigenständige Infrastruktur. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Unternehmen, die tiefere Einblicke in ihre Assets und Facilities suchen, im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent gestiegen ist. Dies ist nun für 67,2 Prozent der Befragten eine Priorität.
Obwohl es Anzeichen für einen Wandel gibt, sind fast 61 Prozent der Eigentümer und Betreiber auf veraltete oder nicht integrierte Systeme angewiesen. Diese Tools entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Kosten dieser Fragmentierung sind erheblich. Laut einem Artikel von McKinsey können durch den Betrieb isolierter Systeme aufgrund von Ineffizienzen die Projektkosten um 10 bis 20 Prozent steigen. Darüber hinaus geben fast 30 Prozent der CIOs an, dass sie mehr als 20 Prozent ihres Budgets für die Behebung von Problemen aufwenden müssen, die durch veraltete Technologien verursacht werden.
Daher erfüllen Tabellenkalkulationen und Altsysteme die Anforderungen an Agilität, Einblicke und Echtzeitreaktionen nicht mehr.
Einheitliche Technologie für fundierte Immobilienentscheidungen
Bei der digitalen Transformation geht es nicht nur um die Modernisierung von Systemen. Es geht vielmehr darum, den Datenfluss im gesamten Unternehmen – von der Mietvertragsverwaltung bis hin zu den Investor Relations – neu zu überdenken, um eine Grundlage für fundiertere Entscheidungen und schnellere Renditen zu schaffen.
Eine integrierte Software bietet einen Ansatz für diese Transformation. Durch die Zusammenführung von Property- und Asset Management, Mieterbindung, Beschaffung und Investment Management auf einer einzigen Technologieplattform erhalten Immobilieneigentümer einen umfassenden Echtzeit-Überblick über ihre Portfolios. Das führt zu mehr Transparenz und fundierteren Diskussionen.
Mit diesem Rahmen sind Unternehmen in der Lage, eine ihrer wertvollsten, jedoch oft ungenutzten Ressourcen zu erschließen: Daten. Immobilienunternehmen generieren bereits riesige Mengen an Informationen, die von Mietstrukturen und Belegungstrends bis hin zu Mieterverhalten, Zahlungsmustern und Lieferantenleistung reichen. Ohne zentralisierten Zugriff und die richtigen Analyse-Tools bleiben diese Informationen jedoch oft fragmentiert und werden nicht ausreichend genutzt. Durch die unternehmensweite Integration von Daten können Unternehmen Rohdaten in verwertbare Erkenntnisse umwandeln. So können sie Skalierbarkeit, operative Transparenz und eine agilere Entscheidungsfindung fördern.
Warum Führungskräfte im Bereich Gewerbeimmobilien die digitale Transformation befürworten sollten
Da die gewerbliche Immobilienbranche zunehmend einen Digital-First-Ansatz verfolgt, erwarten alle Beteiligten auf jeder Ebene – Mieter, Investoren, Partner und Aufsichtsbehörden – digitale Agilität und operative Transparenz.
Um diese Erwartungen zu erfüllen – sei es bei der Verwaltung von Industrieparks, Einzelhandelszentren, Büroimmobilien oder gemischt genutzten Portfolios – ist mehr als nur eine Systemaktualisierung erforderlich. Es erfordert einen Wandel der Denkweise. Für Immobilieneigentümer, die sich mit der Zukunft ihrer Branche auseinandersetzen, ist der Weg klar: Sie müssen ihre Abläufe vereinheitlichen, Daten nutzen und ihre Teams mit Tools ausstatten, die für die Komplexität moderner Gewerbeimmobilien entwickelt wurden. So können sie vom operativen Chaos zu strategischer Klarheit gelangen und Daten zu einem echten Wettbewerbsvorteil machen.
Dennis Kasch
Regional Sales Manager DACH
Yardi Systems

